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Was bedeutet
was? Ein kleiner Sprachkurs!
Harden stammt aus dem Dänischen und ist die Bezeichnung eines Bezirkes (auch
innerhalb eines Amtes) für Verwaltung und Rechtspflege.
Bökingharde (Bök = Buche) Harde der Leute aus der Buchengegend
Wiedingharde Harde der Bewohner an der Wiedau (Fluss)
Karrharde sumpfiges Gebüsch (Kratt)
Koog eingedeichtes Land
Kornkoog nach der zumindest teilweisen Eindeichung der Insel „Risummoor“
wurde sie seit etwa der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts „Kornkoog“ genannt
Bottschlotter Koog (1633 - 1638) benannt nach dem Tief gleichen Namens
Christian-Albrechts-Koog Alter- (1682) Neuer- (1705/06) nach dem damals
regierenden Herzog Christian Albrecht benannt
Dagebüller Koog (1702/04) nach der Ortschaft Dagebüll benannt
Gotteskoog (1562/66) im Namen Gottes angefangen und unter seinen Schutz
gestellt
Kleiseerkoog (1725/27) nach dem großen Tief „Kleyzee“ benannt, das vor
der Eindeichung in dem Gebiet war
Marienkoog (1796/98) nach der Frau des späteren Königs Friedrich VI.
benannt
Herrenkoog (1637/41) die Herren (Herzog und König) hatten Geld und
Materialien für die Gewinnung des Kooges bereitgestellt. Ihr Anteil betrug etwas
über 3/4 des Kooges, der später nur „Herrenkoog“ genannt und erst 1935 besiedelt
wurde.

ENDUNGEN VON ORTSNAMEN
-büll Siedlung
-holm Erhebung aus einer Niederung - Geesthöhe
-stedt Siedlungsstätte
-toft Siedlungsplatz - auch Hausplatz
-um, -heim siedlungsfähiges Land

ORTSNAMEN UND IHRE BEDEUTUNG
Braderup Dorf am Abhang der Geest
Dagebüll Siedlung des Dago
Emmelsbüll Siedlung des Emmo oder Emme
Fahretoft Land um die Siedlung des Faro
Galmsbüll Siedlung des Galmer
Karlum Heim des Karl
Klixbüll Siedlung des Klegg
Klockries wahrscheinlich „schwer zu rodendes Gebüsch“
Lexgaard wahrscheinlich Hof (Gaard) von Leck
Lindholm mit Linden bestandener Holm
Maasbüll Siedlung am Moor
Niebüll neue Siedlung
Risum Heim bei den Büschen (Busch = Ris)
Tinningstedt Stätte des Tinne
Wegacker Weg über den Acker

WORTERLÄUTERUNGEN
Biikebrennen "Nationalfeiertag" der Nordfriesen am 21.Februar
Deich Hochwasserschutzwall an Meeren und Küsten
Ebbe ablaufendes Wasser - dauert gut sechs Stunden
Flut steigendes Wasser - dauert gut sechs Stunden
Gezeiten Wechsel von: Flut - Hochwasser - Ebbe -
Niedrigwasser, hervorgerufen durch Anziehungskräfte von Mond und Sonne
und durch die Fliehkraft der Erdumdrehung
Geest das Hinterland der Marsch, meist weniger fruchtbar
Klei fetter, zäher Boden, aus Schlick entstanden
Lahnung schmaler Damm aus Holzgeflecht zur Wasserberuhigung und
Aufschlickung im Wattenmeer, ist ein wesentlicher Teil des flächenhaften
Küstenschutzes
Mahlbusen seeartige Erweiterung eines Vorfluters vor einem Schöpfwerk
Mandränke wird die große Flut vom 16. Januar 1362 genannt, sie
verursachte große Verlustean Menschenleben und Land
Marsch die Gesamtheit der Köge - Land aus dem Meer
Mitteldeich gehört zur zweiten Deichlinie, soll beim Bruch des
Außendeiches (Landesschutzdeich) Überschwemmungen einschränken und muss daher
immer in „wehrfähigem“ Zustand sein
Pesel großer Raum für Familienfeierlichkeiten
Pricken einfache Seezeichen aus Birkenbäumchen, Fahrwassermarkierung im
Wattenmeer
Reet, Reth (Ried) Rohrpflanze, bedeutsames Bedachungsmaterial für
Weichdächer - typisch in Nordfriesland
Schlick schlammartiger, angespülter Boden, besonders im Wattenmeer
Schöpfwerk Pumpanlage, die Wasser aus tiefer- in höher gelegene Vorfluter
hochpumpt, unentbehrlich für die Entwässerung der Marsch
Siel Wasserdurchlaß in Deich oder Damm
Sielzug der zum Siel führende Graben
Stöpe Straßenführung durch einen Deich der zweiten Linie (von Stopfen) -
wird bei Gefahr geschlossen
Vorfluter größerer Entwässerungsgraben oder Fluß
Warft
Erdaufschüttung als hochwassersicherer Wohnplatz
Wehle „Wehlen“ sind durch Deichbrüche entstanden. Das Wasser, das durch
die Bruchstelle strömte, hinterließ binnendeichs ein großes tiefes Loch. In ihm
sammelte sich später Süßwasser. Am Gotteskoogdeich bei Niebüll entstanden so
1593 drei Wehlen.
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